Das wichtigste rund um FTP

FTP steht als Abkürzung für File Transfer Protocol. Dies bedeutet übersetzt Datei Transfer (bzw. Übertragung) Protokoll. Mit diesem Protokoll können also Dateien über das Internet mit einem Server ausgetauscht werden. Gerade im Bereich der Webseitenverwaltung wird mit FTP gearbeitet. Der Benutzer kann sich über ein FTP-Programm, über den TCP-Port 21 des Servers einloggen und Dateien löschen, hinzufügen, mit neuen Benutzerrechten versehen und ändern. Dateien, welche im Intenret über FTP transferiert werden, können mithilfe von TLS (Transport Layer Security) oder SSL verschlüsselt werden, wenn dies der Server zulässt.

Warum wird FTP benötigt?

Ein FTP-Zugang hat, im Vergleich zu anderen Protokollen, sowohl für den Serverbetreiber als auch für den Benutzer viele Vorteile. Der Betreiber des Servers kann dem Benutzer ein gewisses Dateiverzeichnis, mit allen Rechten zur Verfügung stellen. Es ist so deshalb ganz einfach möglich, über einen Server bzw. einen Datenspeicher, eine Vielzahl an Benutzern zu verwalten. Mithilfe von FTP kann der Benutzer seine Dateien, grafisch strukturiert, ähnlich wie beim Windows-Explorer, einsehen und verwalten. Der Austausch von Dateien ist via FTP äußerst unkompliziert und je nachdem welches FTP Programm (FTP-Client) verwendet wird, ist es möglich, ganze Verzeichnisse, samt Unterverzeichnisse mit wenigen Klicks zu löschen oder hochzuladen.

Verfügt der Benutzer über die Möglichkeit mehrere FTP-Zugänge einzurichten, könnte dieser beispielsweise Mitarbeitern weitere Zugänge anlegen (Angabe von Benutzername und Passwort) und diesen Unterverzeichnisse zur Verfügung stellen.

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Beliebte Software für FTP

Um auf den Server zugreifen zu können, wird ein Zugangsmedium benötigt. Zum Verwalten eines FTP-Servers gibt es diverse gängige Lösungen.

Eine beliebte Variante ist das Installieren eines FTP Programms wie FileZilla. Diese Software ist kostenlos, in deutscher Sprache erhältlich und mit allen gängigen Betriebssystemen wie Windows kompatibel. Trotz der äußerst einfachen Bedienweise ist FileZilla ein FTP-Client, mithilfe dessen die komplette Verwaltung eines FTP-Servers möglich ist.

Benutzer des Webbrowsers Mozilla Firefox, haben außerdem die Option das Plugin Fireftp zu benutzen. Über dieses Plugin, welches optisch FileZilla sehr nahe kommt, können über einen Browsertab, via Drag & Drop, Daten mit einem FTP-Server ausgetauscht werden.

Ein weiterer Weg ist das sogenannte Web FTP. Vorausgesetzt der Webhostinganbieter bietet diese Leistung an, kann sich der Benutzer über dessen Webseite einloggen und über das HTTP-Protokoll, Dateien austauschen und Dateirechte vergeben. Dieser Weg eignet sich für unterwegs oder das Arbeiten an fremden Computern. Mit dieser Methode können keine ganzen Verzeichnisse hochgeladen oder gelöscht werden. Generell ist die Bedienung, verglichen mit Softwarelösungen, umständlich.

Alle drei Optionen (Filezilla, FireFtp, Web FTP) bieten die Möglichkeit eine verschlüsselte Verbindung aufzubauen. Fortgeschrittene Computerbenutzer können sich auch über das Betriebssystem ein Netzlaufwerk einrichten und ohne zusätzliche Software über FTP auf den Server zugreifen.

FTP und die Dateirechte

Unabhängig vom Zugang zum FTP-Server, können für jede Datei und für jedes Verzeichnis, Dateirechte vergeben werden. Greifen mehrere Benutzer via FTP zu, können dadurch Dateien geschützt werden. Unterschieden wird zwischen drei grundlegenden Dateirechten, welche miteinander kombiniert werden können.

Ist eine Datei ausschließlich mit Leserechten ausgestattet, kann diese geöffnet und angesehen, jedoch nicht geändert und gespeichert werden. Dies ist die Regel bei Text- und Bilddateien.

Über die Dateiberechtigung „Schreiben“ können Benutzer eine Datei ändern und speichern. Des Weiteren können neue Verzeichnisse angelegt werden.

Das „Ausführen“ Recht hat zwei Bedeutungen. Zum einen kann erst dadurch ein Verzeichnis betreten, zum anderen können mit dieser Berechtigung Programme und Scripte gestartet werden.

Diese Einstellungen werden als Change Mode (CHMOD) bezeichnet und können nur von einem Benutzer mit Administratorrechten vergeben werden.

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