Domainbewertung: Was ist die Domain überhaupt wert?

Die Domainbewertung ist ein wichtiges Tool, um einen Domainnamen zu analysieren und einen realistischen Preis dafür zu berechnen.

Wer eine gefragte Domain besitzt, kann im Rahmen von Auktionen leicht einen Preis im fünfstelligen Bereich dafür erzielen; in wenigen Fällen geht der Verkaufspreis einer Domain sogar in die Millionen. Eine Domainbewertung hilft dabei, den Wert einer Internetadresse realitätsnah zu bestimmen. Auch wer Interesse an einer bereits belegten Domain hat, kann auf diese Möglichkeit eines Gutachtens zurückgreifen.

Domainbewertung: Ein professionelles Appraisal

Eine der wohl spannendsten Fragen der Internetbranche ist die Frage nach dem Wert einer Domain. In den USA wie auch in Deutschland etablieren sich zu dem Zweck einer „angemessenen“ bzw. „fairen“ Domainbewertung immer mehr die sogenannten Domain-Appraisals. Hierbei erhält der Kunde für ein geringes Entgelt ein standardisiertes Bewertungsgutachten. Berücksichtigt werden dabei zahlreiche Faktoren wie der Suchmaschinen-Index der Domain, das Webseiten-Ranking, die Sicherheit, die SEO- oder auch die Social-Media-Statistik der Adresse. Auch das Alter, der globale Traffic, die Domainendung und das Page-Ranking haben Einfluss auf die Domainbewertung.

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US-Studie zur Domainbewertung

Die Frage bleibt: Wie aussagekräftig sind derlei Domainbewertungen? In einer Studie hat die US-amerikanische Unternehmensberatung ecommercebase.com mehrere Appraising-Anbieter näher unter die Lupe genommen. Als Domain, die probehalber bewertet werden sollte, wurde dabei „liquidtrading.com“ gewählt. Der Begriff wurde einem „Wired“-Artikel entnommen und sollte für eine potentielle Handelsseite verwendet werden. Das Ergebnis hätte unterschiedlicher nicht ausfallen können: Bei insgesamt 15 Domainbewertungen reichten die Appraisals von bescheidenen 200 US$ bis hin zu stolzen 160.000 US$. Im Schnitt wurde die Domain mit 33.000 US$ bewertet. Die für die Domainbewertung zu entrichtenden Gebühren bewegten sich zwischen 1,99US$ und US$ 75. Eine solche Studie existiert für den deutschen Markt zwar nicht, ist aber mutmaßlich repräsentativ, da bei dem recht jungen Markt der Top-Level-Domains insgesamt noch wenig Preistransparenz herrscht.

Appraising-Anbieter auf dem deutschen Markt

Welche Gründe sind für die so unterschiedlich ausfallende Domainbewertung zu nennen? Zum einen gilt es, das Potential einer Domain richtig einzuschätzen. Zum anderen enthalten die Datenbanken der Anbieter oft zu wenige Vergleichsangaben, um einen wirklich repräsentativen Preis zu ermitteln. Als Vergleichssummen dienen deshalb oft bei Domainauktionen gezahlte Summen, welche nicht immer den wahren Wert widerspiegeln. Wer dennoch interessiert an einer Domainbewertung ist, für den stehen auf dem deutschen Markt mehrere etablierte Unternehmen zur Verfügung. Ob www.web-wert.de, www.seitwert.de, www.sedo.de oder www.nicit.com – umfangreiche Analysen und Bewertungen von führenden Anbietern können dabei helfen, den Wert einer Domain besser einzuschätzen.

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Domainbewertung: Das Angebot-Nachfrage Prinzip

Kaum etwas erscheint schwieriger, als den Wert einer Internetdomain festzustellen bzw. zu schätzen. Spektakuläre Verkäufe wie datarecovery.com (1,7 Mio. US$) oder irepots.com (750.00 US$) sind für Außenstehende oft ein Rätsel – und für Domaininhaber mitunter ebenso. Wie kommen derlei utopisch anmutende Preise zustande? Auf Grundlage der obig beschriebenen Appraisals zumindest nicht. Bei Domains gilt – mehr als in jedem anderen Bereich – das Angebot-Nachfrage Prinzip. Ist ein interessierter Käufer vorhanden, der eine Domain unbedingt erwerben will, ist dies nicht selten Gold wert. Wer hingegen eine gefragte generische Domain (z. B. www.buch.de) besitzt, für die es aber keine bzw. kaum Interessenten gibt, muss sich im Zweifelsfall mit deutlich weniger Geld als erhofft zufriedengeben.

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