HTML5 Video als neuer Standard auf der Überholspur

Das neue HTML5 Video löst den Flashplayer von Adobe ab und setzt sich als neuer Standard für die Einbindung von Videos in Webseiten durch.

HTML5 ist die jüngste Fassung der Computersprache, auf der weite Teile des World Wide Web basieren. Mit der endgültigen Verabschiedung der einheitlichen Standards wurde sie im Oktober 2014 zur Kernsprache des Webs. Bereits kurze Zeit später verdrängte sie viele alte Anwendungen wie den in die Jahre gekommenen Flash-Player für die Einbindung von Videos in Web-Seiten.

HTML5 Video setzt zukünftige Standards

Die neuen Standards für die Kernsprache des Internets haben lange auf sich warten lassen. Ihr Vorläufer HTML4 war bereits im Jahre 1997 veröffentlicht worden und außer gelegentlichen Facelifts war seither nicht viel geschehen. Versuche, den Standard XML als Nachfolger zu entwickeln, erwiesen sich als Sackgasse, sodass ab dem Jahre 2006 verstärkte Versuche unternommen worden sind, den mittlerweile überholten HTML-Standard weiter zu entwickeln. Das Warten hat sich gelohnt: HTML5 bietet viele Funktionen, die sich unter dem Vorläufer-Standard entweder überhaupt nicht oder nur mit Hilfe von Plugins umsetzen ließen. Eine der Funktionen, die HTML5 nun direkt im Web-Browser umsetzt, ist die Darstellung von HTML5 Video. Der für Sicherheitslücken anfällige Flashplayer von Adobe steht mit HTML5 Video vor der Ablösung.

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Neuerung sehnsüchtig erwartet

Wie sehnsüchtig die Änderungen erwartet worden sind, zeigt die rasche Reaktion der Video-Plattform YouTube, die Anfang 2015 bereits auf HTML5 Video als Standard gewechselt ist. HTML5 Video bietet gegenüber Flash eine Reihe von Vorteilen. Zunächst lassen sich mit HTML5 eingebettete Videos endlich auch auf Apple-Geräten abspielen, die den Flash-Standard nicht unterstützen. Apple-Gründer Steve Jobs hatte Flash bereits im Jahre 2010 für obsolet erklärt und konsequent an seiner Ablehnung festgehalten. Zwar ist Flash, der Vergangenheit geschuldet, noch immer der am weitesten verbreitete Standard, der Wechsel wird sich jedoch rasant vollziehen.

HTML5 Video direkt einbetten

Im Gegensatz zu Flash wird HTML5 Video direkt in den Code der Webseite eingebettet: Da HTML5 Video mit MP4, WebM und Ogg verschiedene Standards unterstützt, die wiederum nicht alle von allen verbreiteten Browser-Versionen dargestellt werden, ist es derzeit noch erforderlich, die Videos in verschiedenen Formaten bereitzustellen. Das stellt im Vergleich zum Flash-Standard einen klaren Nachteil dar, weil auf dem Web-Server damit deutlich mehr Speicherplatz benötigt wird. Auf Dauer wird sich beim Einbetten von HTML5 Video jedoch ein einheitlicher Standard durchsetzen, sodass auch diese Problematik umgangen werden kann und die Nutzung von Videos und Audio wird so einfach wie die von Bildern.

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Freiheit in der Programmierung

Da HTML5 Video direkt in die Programmierung der Webseite eingebunden wird, ergeben sich hier auch für den Programmierer deutlich mehr Freiheiten in der Gestaltung der Webseite. Mit Attributen wie width (Breite des Players), height (Höhe des Players), poster (ein Bild, das angezeigt wird, wenn das Video nicht läuft), autoplay (das Video wird sofort beim Aufsuchen der Seite gestartet), controls (Steuerelemente werden angezeigt) oder auch autobuffer (Aktivierung der Zwischenspeicherung) stehen eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten offen. Die Einbindung eines eigenen Vorschaubildes lässt sich beispielsweise über einen simplen Code realisieren: ‚Vorschau anzeigen‘.

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